Sensationen

Es fließt ein Bächlein durch den Hain
Wo sich die Äste Händchen geben
Wo Farben die Geschichten weben
Bei Regen- und bei Sonnenschein

Ein Eintrittsschild zeigt jedem Gast:
Hier gibt es Dinge zu entdecken
Die sich auf Schritt und Tritt verstecken
So wie ein Rabe auf dem Ast

Man lässt die Blicke auf den Wegen
Und dicht anbei, recht emsig fegen
Man lässt die Füße Wurzeln schlagen

Des Künstlers Neigung kann man trauen
Es geht um Lustiges und Frauen
Um Märchen, Wirklichkeit und Sagen

So steht auf einem schmalen Sockel
Ein Bildnis einer holden Maid
Mit kurzem Haar und ohne Kleid
Von unten schaut ein bunter Gockel

Es sind Details, in jeder Phase
Gekonnt, egal ob groß, ob klein
Und in der Mimik äußerst fein
Man möchte küssen jede Nase

Man sieht auch Frösche liegen, sitzen
Wobei manch Gäste sicher schwitzen
Wenn sehen sie den Nacktbereich

Es tanzen Rätsel ihren Reigen
die gar verwunschen unter Zweigen
den Blicken spielen einen Streich

Es geht um Grafik, Malerei
Um Kunst, die niemals wirkt entlaubt
Um Kunst, die garantiert nicht staubt
Um Plastik, Bild und Töpferei

Und was man sieht, das bringt Entzücken
Wenn merkt man, was im Walde steht
Doch wem der Fuß nur flüchtig geht
Dem wird die Suche meist nicht glücken 

Doch nun ist Schluss mit den Gedanken
Die sich noch um die Dinge ranken
Die liebevoll von Hand gemacht

So fliegt die Zeit, und man erschließt
Ganz langsam, was im Garten sprießt
Was jeder Geist sich ausgedacht