Über mich 

Geboren wurde ich um 12 Uhr oder so einige Minuten danach, an einem Sonntag. Sonntagskinder haben's gut. Sie können morgens lange schlafen und müssen abends nicht so früh ins Bett und dürfen den ganzen Tag machen, was sie wollen. Sie haben den ganzen Tag Spaß und können auch noch davon leben. Und das noch in PLINZ !!! 

Im Wald, in Wiesen, im Tal, am Bach, Vögel singen im Frühling und im Sommer und im Herbst und Winter ist es ganz ganz still. Die Welt lebt draußen ihr buntes Leben. 

Ab und zu kommt da jemand von dort und geht wieder weg. Abends, bevor ich ins Bett gehe, hebe ich das Telefon ab, um zu hören, ob die Welt noch da ist und das Telefon mir noch sein vertrautes Duuuuu ins Ohr haucht. 

Um 1968 herum habe ich Architektur studiert, die Beatles, die Bee Gees, Procol Harum, Fleetwood Mac und die Kinks auf einem Tonband mitgeschnitten und ganz laut abgespielt und dabei meine ersten Bilder gemalt, die sehr nach Chagall aussahen. Es geht die Legende, dass meine Stute "Ajanka" des Öfteren die Rabatten vor der Mensa der Hochschule abgefressen hätte, was nicht stimmt, denn ich hatte sie immer ganz fest angebunden, und wenn, war es höchstens Gras. 

Später habe ich mich unter DDR-Verhältnissen zwei Jahre lang in meinem neuen Beruf gemüht, bis ich entnervt nach Plinz zog, Schweine mästete, Hühner vor dem Fuchs zu bewahren suchte, Pferde, Schafe, Enten, Gänse, Nutrias, Katzen und einen sehr großen Hund fütterte, das Heu auf dem Dach meines Trabis einfuhr und zwischendurch meinen Kindern die Windeln wechselte. 

Zum Malen kam ich nur noch im Dezember, wenn die Landwirtschaft Pause hatte. 
 

Bis zu dem Tag, an dem ich begann, mir ein Atelier auszubauen. Seitdem ist kaum ein Tag vergangen, an dem ich nicht gemalt habe, meist nachts, oder wie jetzt am Computer sitze. Tagsüber stehe ich an der Radierpresse oder baue an Plinz herum. 
 

Inzwischen gibt es eine recht große Galerie, in der ich meine Bilder und Plastiken zeige und in der Veranstaltungen aller Art stattfinden, Konzerte, Lesungen, Theater.
 

Aber nicht nur in der Galerie gibt es etwas zu sehen, auch in unserem Garten der Stille, dem sich mittlerweile der Garten des Rauschens, der Garten der Steine, der Garten der Vögel und neuerdings auch der Garten der Frösche anschließen, stehen Plastiken und bemalte Objekte.
 

Jeder, der zu uns nach Plinz kommt, ist herzlich willkommen und kann Galerie und Garten jederzeit besichtigen. 

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About me

It was at noon or a few minutes later, on a sunday, when I was born.

Sunday children are privileged. They can sleep in every morning, and don't have to go to bed early, and they can do whatever they want, all day long. They have fun all the time, and can make a living from it.

And they can do that in PLINZ!!!

In the forest, surrounded by meadows, in a secluded valley, next to the brook. Birds are singing in spring and during summertime, and during autumn and winter it is very, very quiet. The world is bustling in its busy ways, far away.

Every now and then, someone comes from there, and goes back again. In the evenings, before I go to sleep, I pick up the phone and listen quietly, if the world is still there, if it is still humming its familiar "toooo" into my ear.

Around 1968, I was studying architecture, taped the Beatles, the Bee Gees, Procol Harum, Fleetwood Mac and the Kinks on a recorder, played them back loudly and did my first paintings, which looked somewhat like Chagall. Legend has it that my mare Ajanka frequently munched the flowers in front of the university cafeteria, but this is not true - I always tethered her tightly - and if she did, it was just grass.

Later, I labored two years as an architect in East Germany, until I exasperatedly moved to Plinz. Where I bred pigs, tried to protect chicken against foxes, fed horses, sheep, ducks, geese, nutrias, cats and a very large dog, brought in the hay on the roof of my small car, and inbetween, changed the diapers of my children.

Painting became limited to December, when the husbandry took a break.
 

Then came the day when I set up a studio, and since then there was almost never a day where I did not paint - usually at night. During the days, I am operating the etching press, or tinker, build and modify Plinz.
 

Meanwhile, there is quite a large gallery, where I put my paintings and sculptures on display, and which has become a venue for concerts, readings and theatre. Outside, the Garden of Silence, the Garden of Rustling, the Garden of Stones and as of recently, the Garden of Birds and the Garden of Frogs are home to sculptures and painted contraptions.
 

Everyone coming to Plinz is very welcome, and invited to visit gallery and gardens at any time.