Irgendwo zwischen zwei Bächen, am Ende einer holprigen Straße, wo das Navi aufgibt – liegt Plinz.
Ein Skulpturengarten, eine Galerie, Kunst zum Kaufen.
Ein Ort mit Geschichte.
Man findet ihn – oder nicht.
Am Wochenende und an Feiertagen geöffnet.
Was ist Plinz für ein Ort?
Ein ehemaliger Mühlenstandort im Saale-Holzland-Kreis. Zwei Bäche, eine Wiese, eine alte Mühle – und seit über fünfzig Jahren Kunst.
Plinz ist kein Ausflugsziel zum Abhaken. Es ist ein privater Lebensraum – einer, den wir am Wochenende bewusst öffnen, für Menschen, die Natur und Stille bewusst erleben.
Der Skulpturengarten und die Galerie entstanden aus dem Lebenswerk meines Vaters, des Künstlers Jochen Bach. Ich bin nach Plinz zurückgekehrt, um dieses Werk zu erhalten – und den Ort lebendig zu halten: als Begegnungsort für Kunst, Kultur und Kreativität. Mit Kulturveranstaltungen, Workshops und meiner eigenen Kunst, die hier entsteht und hier in der Galerie zu sehen ist.
Ich bin nach Plinz zurückgekehrt, um dieses Werk zu erhalten – und den Ort lebendig zu halten: als Begegnungsort für Kunst, Kultur und Kreativität. Mit Kulturveranstaltungen, Workshops und meiner eigenen Kunst, die hier entsteht und hier in der Galerie zu sehen ist.
Ich bin hier aufgewachsen und nach dreißig Jahren zurückgekehrt – als Fotografin, als Künstlerin, als jemand, der weiß, was dieser Ort bedeutet.
Vieles ist noch im Werden. Aber die Richtung ist klar: Plinz soll bleiben – für diese Generation und die nächste.
Solche Orte gibt es kaum noch. Kein Handy-Empfang, kein Lärm, kein Programm. Draußen berührt einen die Natur, drinnen Bilder – beides braucht nur eines: dass man sich drauf einlässt.
Wer das spüren möchte, ist herzlich willkommen. Wer einen öffentlichen Park oder ein Museum sucht, wird woanders glücklicher.
Was gibt es hier?
Werke von Jochen Bach und Philine Bach. Originale, Radierungen, digitale Kunst. Käuflich – und beratend.
Skurrile Figuren, üppige Staudenbeete, Humor und Erotik zwischen zwei Bächen. Ein Garten, der Geschichten erzählt.
Fotografie, Porträt, kreativ werden mit generativen Werkzeugen. In kleiner Gruppe, an einem Ort, der inspiriert.
das sagen Besucher über Plinz
„Vortrefflich! Ein paradiesischer Ort! Kunst mal anders präsentiert in einem wunderschönen entlegenen Tal, dort wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen! Vieles in den heiligen Hallen des Künstlers ist kaufbar und sollte ruhigen Auges betrachtet werden! Die ganze Anlage ist riesig und ein Kleinod zugleich! Viel Herzblut ist dort verschmolzen mit der Natur.“
Falk Breitenborn
„Faszinierend… man wird entschleunigt.. Vielleicht macht das schon die Anfahrt über ganz kleinen Straßen. Ich muss gestehen, ich habe kein sonderliches Kunstinteresse, aber hier war oder ist es anders. Begrüßt von frei laufenden Hühnern lud das ganze Objekt, besonders aber der Garten zum Verweilen ein. Wir waren kurz nach einem ausgiebigen Regenguss dort und das von den Blättern tropfende Wasser verstärkte diesen ohne hin schon starken Effekt der Abgeschiedenheit und Entschleunigung. Immer einen Besuch wert…“
Nico Scheibner
„Es gibt Orte, die sind so wunderbar, zauberhaft und entrückt von dieser Welt. Einer davon ist dieser „Stille Garten“ des Jochen Bach in Plinz. Ein Skulpturengarten, in dem man unendlich lange auf Entdeckungsreise gehen kann. Und egal, wie man sonst zur Kunst steht, der Spaß ist garantiert. Die Werke sind voller Faszination, Humor und Erotik. Und je nach Jahreszeit, grünt und blüht es dazu überall. In der benachbarten Galerie kann man weitere Werke des Künstlers bestaunen und auch käuflich erwerben.“
Arne Legat
Anfahrt
Wer das erste Mal nach Plinz kommt, beschreibt den Weg als recht abenteuerlich. Auf der B88 von Jena nach Kahla biegen Sie bei Schöps/Altendorf ab. Durch Altendorf geht es Richtung Altenberga und immer weiter den Weg entlang, der dann ziemlich schlecht wird. Und wenn Sie glauben, hier kann nichts mehr kommen, werden Sie irgendwann nach Plinz gelangen.
Der bessere Weg führt über Milda oder Zimmritz und Großkröbitz und am Ende des Dorfes hinab ins Tal nach Plinz. (Auch wenn hier das Navi streikt – Sie dürfen hier lang fahren).
Öffnungszeiten
Samstag & Sonntag & Feiertage
Skulpturengarten: 10-18 Uhr
Galerie: 13-18 Uhr
An allen anderen Tagen ist Plinz ein geschützter Rückzugsort.
Besuche außerhalb der Öffnungszeiten nur auf persönliche Anfrage.
Mail: info@plinz.de
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns ein paar Worte über sich und warum Sie diesen Ort besuchen möchten. Wir freuen uns auf Menschen, die bewusst und mit einer Absicht unterwegs sind.
Newsletter
Einmal im Monat schreibe ich Ihnen einen Brief aus Plinz. Über den Ort, die Kunst, das Leben hier – was gerade wächst, was gerade entsteht, was mich beschäftigt.
In Plinz finden regelmäßig Kulturveranstaltungen statt – Konzerte, Lesungen, Kabarett auf der Sommerbühne oder in der Galerie. Angekündigt werden sie ausschließlich hier: im monatlichen Newsletter.
Wer ihn liest, ist nah dran, auch wenn er weit weg ist. Und erfährt als Erster von unseren Veranstaltungen.
Häufig gestellte Fragen
Nein, wir haben keine Gastronomie. Es gibt aber jede Menge Sitzplätze, an denen mitgebrachtes Picknick verspeist werden kann.
Ein Café finden Sie in Altenberga (Mai-September Sonntag nachmittag).
Empfehlenswerte Gaststätten in der Nähe finden Sie in Lotschen, in Bibra oder in Kahla.
Einen Imbiss bekommen Sie in Beckerskirchhof, wohin man von Plinz auch gut wandern kann.
Ja, es gibt im Garten eine Mobiltoilette. Die ist barrierefrei.
Ja, melden Sie sich bitte vorher per E-Mail oder telefonisch an.
Die Plinzmühle liegt in einer landschaftlich wunderschönen Gegend: in einem offenen Tal am Zusammenfluss zweier Bäche. Der eine kommt aus dem „Mordtal“, der andere von der Großkröbitzer Höhe. Sie können hier große und kleine Wanderungen machen. Wenn Sie im Frühjahr kommen, werden Sie Orchideen und Anemonen entdecken können oder im Sommer Wiesensalbei und Margeriten im Wind wiegen sehen. In unserer Gegend gibt es unwahrscheinlich viele unterschiedliche Arten von Singvögeln, Schmetterlingen und Insekten, die in anderen Regionen kaum noch zu sehen sind.
Auch für historisch Interessierte gibt es kleine Sehenswürdigkeiten: z. B. die Burgruine über Altenberga oder Steinkeller von Häusern früherer Dörfer, die im 30-jährigen Krieg zerstört wurden.
Eine Wanderkarte bekommen Sie bei uns vor Ort.
Nein, die gab es früher mal, aber sie wird nicht mehr bewirtschaftet.
Empfehlenswerte Ferienwohnungen finden Sie in der Umgebung:
- Zimmritz Ferienwohnung Kantersch, Familie Noack
- Milda Bei Matthesens, Susanne Schorcht
- Rodias Ferienwohnung Kuhkapelle, Kerstin Oehlemann
- Altenberga Ferienwohnung Familie Burkardt
- Röttelmisch Wohnen im Denkmal, Familie Pilling
- Röttelmisch Landhotel Reinstädter Grund, Familie Schachtschabel
- Kahla Lehmhof Lindig
- Kahla Gaststätte und Pension Rosengarten
Über das Künstlerehepaar Jochen und Gisa Bach
Jochen und Gisa Bach 2014
Es war 1972 als unsere Eltern diesen Ort gefunden haben: ein Mühlengehöft, das schon einige Zeit nicht mehr bewirtschaftet wurde. Die beiden Architekten, die in Weimar studiert und sich hier kennengelert hatten, suchten einen Platz zum Leben für sich und ihr Pferd.
Dieses Anwesen schien wie geschaffen für sie. Hier zogen sie zwei Kinder groß, hielten jede Menge Tiere und bauten ihr Gemüse an.
Die Architektur haben sie recht schnell an den Nagel gehängt. Unser Vater malte Bilder und unsere Mutter wurde Töpferin.
Anfang der 90er Jahre eröffneten sie in der Mühle den ersten Raum der „Kleinen Galerie Plinz“. Mit den Jahren ist sie immer größer geworden und jede Wand im Untergeschoss des Hauses hat Jochen behangen mit kleinen und großen Kunststücken, die er in fünf Jahrzehnten erschaffen hat.
Er lud sich Musiker ein, die in der Galerie Konzerte gaben, Schriftsteller, die Lesungen hielten oder Kabarettisten, die humorvolle Abende hier gestaltet haben. Die regelmäßigen Veranstaltungen zogen viele Besucher an.
Auf einer Wiese zwischen den beiden Bächen, die in Plinz zusammenfließen, errichtete Jochen eine Sommerbühne, um auch im Freien Konzerte zu veranstalten. Um diese Bühne herum erschuf Jochen Bach in den nächsten Jahrzehnten einen außergewöhnlichen Skulpturengarten.
Ähnlich wie in der Galerie hier entstanden immer neue Räume, immer neue Skulpturen-Gruppen, die einem, wenn man sich darauf einlässt, skurrile Geschichten erzählen. Daraus wurde der „Garten der Stille“, der mittlerweile überregional Bekanntheit erlangt hat und jährlich Hunderte Besucher anzieht.
Mit sehr erfüllt gelebten 80 Jahren hat Jochen Bach im Dezember 2022 die Räume gewechselt. Wer genau hinsieht, kann ihn immer noch im Garten hinter den von ihm gepflanzten Büschen sehen. Ständig geschäftig, er hat immer zu tun und keine Zeit für lange Gespräche … So haben ihn die Besucher meist erlebt.
Wie es in Plinz weitergeht
Dieser Ort wurde maßgeblich durch Jochen Bach im Äußeren
und unsere Mutter Gisa im Hintergrund geprägt. Ein besonderer Ort, der entschleunigt, bezaubert, manchmal verstört – doch immer berührt.
Wir als Familie werden diesen Ort und das Lebenswerk von Jochen Bach erhalten, weiter der Öffentlichkeit zugänglich halten und natürlich auch weiter entwickeln.
Ich, die Tochter des Hauses, bin nach 30 Jahren nach Plinz zurückgekehrt und führe gemeinsam mit unserer Mutter die Galerie und den Garten weiter als Ort der Begegnung für Kunst und Kultur.
Gisa und Philine Bach 2023
Die Galerie Plinzmühle ist weiterhin am Wochenende geöffnet. Sie finden hier eine Verkaufsausstellung:
- Bilder (Ölgemälde, Radierungen, Fotografien, Fotografiken) von Jochen Bach
- Bilder (Digitale Kunst) von Philine Bach
- Töpferwaren von Gisa Bach (im Moment nur wenig)
Konzerte und Kulturveranstaltungen werden zukünftig wieder regelmäßiger stattfinden. Wenn Sie über Termine informiert werden wollen, tragen Sie sich in den Newsletter ein. Ich schreibe einmal im Monat eine E-Mail mit Informationen aus Plinz.
(… ein wenig Familiengeschichte, über das Leben in der Natur, über unsere Projekte und Entdeckungen und Tipps und Terminen von Kulturveranstaltungen.)