Konzerte · Lesungen · Kabarett

Kultur in Plinz

Klein, persönlich, besonders.

Die Abende

Ein Sommerabend in der Mühle

Einmal im Monat wird die Mühle zum Veranstaltungsraum. Wo früher Korn gemahlen wurde, klingt heute Musik – zwischen alten Mauern, Bildern und Skulpturen. Nah dran, ohne große Bühne, ohne Distanz. Genau das macht diese Abende besonders.

Bitte reservieren Sie unbedingt Plätze. Der Raum in der Mühle ist begrenzt!

Geplante Termine

Was als nächstes ansteht

22

August

Puppenspiel mit Stephan Rätsch

Puppenspiel für Erwachsene:
„Die Eintagsfliege“ und „Der Drache mit dem Kaffeekrug“

In der Mühle · 20 Uhr · Spendenbasis

Stephan Rätsch

Stephan Rätsch ist Puppenspieler – und kommt aus einem Haus, in dem Kunst von Anfang an selbstverständlich war. Sein Vater ist Bildhauer, seine Mutter Bildhauerin und Grafikerin, seine Schwester Keramikerin. Er selbst hat an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin Puppenspiel studiert – und davor eine Schäferlehre gemacht. Beides merkt man seinem Theater an: die Geduld, die Genauigkeit im Beobachten, das Handwerkliche.
Stephan Rätsch lebt in Passentin in Mecklenburg und betreibt dort sein mobiles Figurentheater. Er schreibt, inszeniert und baut alles selbst – die Stücke, die Bühnen, die Figuren. Und was für Figuren: dünnhäutige Wesen aus Draht und Papier, gedrechseltes Holz mit Schirm, Hut und Mantel, Puppen aus Sprungfedern und Fleischerhaken. Sein Theater ist für große und kleine Menschen gemacht, spielt drinnen wie draußen, und kommt mit erstaunlich wenig aus – um erstaunlich viel zu erzählen.


Das Programm: 

Die Eintagsfliege

Theater mit Puppen, Apparaturen und Fundstücken, ein Spiel mit dünnhäutigen Figuren aus Draht und Papier, frei nach einem Märchen von Manfred Kyber.

Um 3.33 Uhr geht im Sommer die Sonne auf. Aus den Wassern eines kleinen Baches steigt die Larve einer Eintagsfliege, streift ab ihre abgetragenen Hüllen und reift heran zu einem Leben in Luft, Licht und Sonnenschein, für einen Morgen, einen Mittag, einen Abend und kommt die Nacht steigt sie hinab, in die Wasser denen sie entstiegen. Zurück bleibt ihre Hülle, wesenlos und unwesentlich. Aufmerksam beäugt von einem Frosch, der etwas aufschnappen will, einem Käfer auf Pilgerschaft und einer Ameise die emsig bemüht ist den Dingen einen Nutzen abzuringen, volkswirtschaftlich gesehen natürlich.

Ein 33 Minuten dauerndes, amüsantes, beschauliches Theater.


-Pause-

 

Der Drache mit dem Kaffeekrug

Bei-Spiel auf einer Drachenwiederaufentdeckungsapparatur, nach einer Geschichte von Manfred Kyber

Einstmals war da ein großer und gefürchteter Drache mit sehr schlechten Manieren, denn er hatte nur eine Drachenerziehung genossen und das reicht nicht aus für ein anständiges Leben.

Mit seiner Unflätigkeit versperrte er vielen Menschen den Weg, so dass ihr Leben beschwerlich war.

Ein kleines Mädchen jedoch wagt es dem Drachen entgegenzutreten

„Wenn man einem Drachen begegnet“, sagte das kleine Mädchen, „dann darf keine Angst haben. Dann wird der Drache auf einmal ganz klein, …“
Dies ist eine Geschichte vom geraden Weg und einem kleinen Mädchen, das an einem Drachen vorüber muss, will es vor der Nacht wieder zu Hause sein. Ein Schauspiel mit Figuren aus Papier, Glas und Blech.

Wie aus dem gefährlichem Drachen, ein so kleiner Drache mit Dackelfüßchen werden konnte (nicht größer als ein altes Benzin Feierzeug), der seinen Zwieback in den Kaffee tunkt, werde ich ihnen mit Hilfe meiner Drachenwiederaufenteckungsapparatur vergegenwärtigen.

Nach der Aufführung können die Zuschauenden selbstbestimmt die Bühne (eine Drachenaufentdeckungsapparatur ) und die Figuren erkunden und berühren, erfassen – begreifen, was zumeist zu schöpferischen Begegnungen führt.

Die Aufführung dauert eine halbe Stunde und die gemeinsame Nachschau zumeist ebenfalls bis zu einer halben Stunde, so das Stück und Nachspiel eine knappe Stunde in Anspruch nehmen kann, in der das Publikum in regen Austausch mit mir und dem Material kommt. 

zur Website von Stephan Rätsch

12

September

Improtheater "Öde & Schriller"

Eine interaktive Theatervorstellung für Lichtblick suchende, Satiriker und chronische Humoristen.

In der Mühle · 20 Uhr · Spendenbasis

Öde und Schriller

Improvisationstheater ist die Kunst des freien Spiels und der schier grenzenlosen Vielfalt. Anders als beim klassischen Theater wird beim Improvisations-, kurz Improtheater
bewusst auf Regisseur und Manuskript, Masken und Kostüme, Bühnenbild und Requisiten verzichtet. Das Ensemble »Öde und Schriller«, gegründet im Jahr 2008, speist den Inhalt seiner Szenen und Geschichten einzig aus den Vorgaben des Publikums.
Die Schauspieler kreieren aus dem Stegreif heraus kurzweilige, spannende und unterhaltsame Geschichten. Die Dramaturgie erfährt durch die zusätzliche Begleitung am
Klavier eine gewisse musische Subtilität. Banale Szenen des Alltags werden kunstvoll und skurril zu inspirierenden Theaterszenen recycelt.

Dreimal gewann das Ensemble den Thüringer Improcup (2015, 2016 und 2019).

Herzlich Willkommen zu einem interaktiven Theatererlebnis – ein Muss für Satire-Liebhaber und chronische Humoristen.

Darsteller: Thomas Grysko, Thimo Hennig, Sebastian Beck
Pianist: Andreas Kuch

zur Website der Schauspieler

03

Oktober

Musikalische Lesung

Annette Böhmer, Christine Theml lesen: „Fanny Hensel“. Sie werden begleitet von der Pianistin Helga Assing.

In der Mühle · 20 Uhr · Spendenbasis

Fanny Hensel wurde 1805 als Fanny Mendelssohn geboren. Sie war eine der begabtesten Musikerinnen ihrer Zeit. Lange hat kaum jemand von ihr gehört.

Ihr Bruder war Felix Mendelssohn. Die beiden wuchsen zusammen auf, lernten zusammen, komponierten zusammen. Ihr Talent war ebenbürtig. Aber Felix durfte Musiker werden, Fanny nicht. Der Vater schrieb es ihr deutlich: Für den Bruder sei die Musik Beruf, für sie bestenfalls Zierde.

Fanny komponierte trotzdem. Über vierhundert Werke – Lieder, Klavierstücke, Kammermusik. Das meiste blieb zu ihren Lebzeiten ungedruckt. Manches erschien unter dem Namen ihres Bruders.

In Berlin richtete sie ihre Sonntagsmusiken ein: Konzerte im eigenen Haus, für die sie spielte, einlud, dirigierte. Dort war sie, was sie öffentlich nicht sein durfte.

Den Maler Wilhelm Hensel heiratete sie 1829 – daher ihr Name. Erst spät begann sie, ihre Werke unter eigenem Namen zu veröffentlichen. 1847 starb sie plötzlich, mit 41 Jahren, mitten in der Arbeit.

Ihre Musik ist geblieben. Man hört sie heute wieder.

Drei Frauen bringen Fanny Hensel nach Plinz.

Helga Assing am Klavier, Christine Theml und Annette Böhmer mit den Texten. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, an Frauen zu erinnern, die zu Lebzeiten nicht die Anerkennung bekamen, die ihnen zustand.

Helga Assing

Helga Assing ist Geologin, studierte dann an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar Klavier und arbeitet als Klavierlehrerin und Korrepetitorin an der Musik- und Kunstschule Jena. Sie konzertiert in verschiedensten Kammermusikbesetzungen. Bei regionalen und internationalen Wettbewerben begleitet sie SchülerInnen. Unter ihren KlavierschülerInnen befinden sich BundespreisträgerInnen und Preisträgerinnen internationaler Wettbewerbe. 

Christine Theml

Christine Theml studierte in Leipzig an der KMU Kulturwissenschaften und Literaturwissenschaft und arbeitete bis zum Rentenbeginn in Schillers Gartenhaus, einem Museum in Jena. Dort begann sie auch Vorträge über Schiller und nach und nach über weitere SchriftstellerInnen und KünstlerInnen zu erarbeiten. Seit drei Jahren kam ein neues Projekt hinzu: Musikalisch-Literarische Vorträge (zu Fanny Hensel, Clara Schumann und Johannes Brahms (ist in Arbeit).

 

Annette Böhmer

Annette Böhmer ist diplomierte Biochemikerin und arbeitete bis 2019 am Institut für Molekulare Zellbiologie (Jena)  in der onkologischen Grundlagenforschung. Die neuen zeitlichen Freiräume nach der Berentung nutzt sie u.a. zum Malen und für literarische Lesungen zusammen mit Christine Theml mit dem Fokus auf Gedicht- und Originaltext-Rezitationen.

Gut zu wissen

Eintritt & Ablauf

Eintritt

Auf Spendenbasis – als Orientierung der Gegenwert einer Kinokarte. Empfehlung: 15 €

Ort

Bis auf weiteres wegen der Wetterunbilden und  Planbarkeit in der Mühle. Sie werden platziert – bitte reservieren!

Kommen Sie früher

Genießen Sie bei einem Glas Wein den Garten oder lassen Sie Bilder auf sich wirken.

Rückblick

Wer schon bei uns war

2026

Josa

Mai 2026

Emaline Delapaix

Juni 2026

Accordionduo con:trust

Juli 2026

2024

Tuba Libre

Juli 2024

2023

Jochen Bach

Juli 2023

Abschied und Neubeginn

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